Kirchenprojekt Goldachtal


Breite Beteiligung im Kirchenprojekt Goldachtal

Reformierte aus Trogen, Rehetobel und Wald engagieren sich in Arbeitsgruppen

Über 50 Mitglieder der Kirchgemeinden Rehetobel, Trogen und Wald hatten sich vor einem Monat zum Kick-off des Kirchenprojekts Goldachtal im Gemeindesaal Rehetobel zusammengefunden. Inzwischen haben sich 24 Mitglieder für die Mitwirkung in einer Arbeitsgruppe angemeldet. Ein kurzer Rück- und Ausblick zum Kirchenprojekt.

Im Oktober 2025 haben die drei reformierten Kirchgemeinden Trogen, Rehetobel und Wald das  Kirchenprojekt Goldachtal gestartet. Ziel des Projekts ist, die Kirche und das Kirchenleben in den drei Gemeinden unter Einbezug der Mitglieder gemeindeübergreifend neu zu denken und die drei Gemeinden mittelfristig zu einer grösseren Kirchgemeinde im Goldachtal zusammen­zuführen. Grund: Der demographische und gesellschaftliche Wandel bringt für fast alle Kirch­gemeinden grosse Herausforderungen mit sich: Mitgliederschwund, Schwierigkeiten, Behörden zu finden und sinkende Steuereinnahmen bringen kleinere Kirchgemeinden unter Druck. Stand 2025 zählten die drei Gemeinden zusammen rund 1’600 Kirchenmitglieder, Wald als kleinste noch knapp 300. Es drängt sich deshalb auf, Synergien zu suchen und Ressourcen zu bündeln, Strukturen zu vereinheitlichen und mit vereinten Kräften Neues zu wagen! Als neue, vereinte Gemeinde eröffnen sich bessere Chancen, ein vielfältiges kirchliches Leben für alle zu ermöglichen.


Hohe Beteiligung am Kick-off und danach

Rund 55 Interessierte folgten der Einladung Mitte Januar. Ziel des Kick-off-Abends war, die Mitglieder aus den drei Gemeinden miteinander ins Gespräch zu bringen zur Frage: Wie könnte die Kirche den Herausforderungen von sinkenden Mitglieder­zahlen, KiVo-Vakanzen und veränderten Bedürfnissen der modernen Gesellschaft am besten begegnen? Wo gibt’s Risiken, wo gute Beispiele? Wo gäb’s Synergien, Entwicklungs­potenziale?

Die Steuergruppe wurde positiv überrascht: schon in dieser ersten gemeinsamen Veranstaltung kam eine breite Sammlung an Beobachtungen, Ideen und konkreten Vorschlägen zusammen, die alle Erwartungen weit übertraf! Fast die Hälfte der Teilnehmenden meldeten sich in den nächsten Tagen für die Mitwirkung in einer der vier Arbeitsgruppen an.


Vier Arbeitsgruppen am Start

Ab dem 20. Februar werden sich jetzt also 24 Köpfe in vier Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themenkreisen vertieft Gedanken machen. Sie werden Möglichkeiten prüfen, wie eine gemeinsame, zukunftsfähige Kirchgemeinde aussehen könnte, die Spielraum für ein vielfältiges Kirchenleben zwischen Tradition und Innovation eröffnet. Erste Ergebnisse werden für Ende Mai/Anfang Juni erwartet.

 

Die Steuergruppe (StG) leitet das Projekt; darin wirken mit:

 

aus Rehetobel:

Jolanda Fehrlin (Präsidentin KiVo)

Monica Givotti (Sekretariat und Projektbüro)

 

aus Trogen:

David Hauser (externer Verwalter)

Andreas Bokanyi (Gemeindemitglied)

Susanne Schewe (Pfarrerin Trogen) als Vertreterin des Pfarrteams

 

aus Wald:

Daniel Frischknecht (externer Verwalter)

Lina Graf (KiVo Finanzen)


Infos und Dialog auf verschiedenen Kanälen

Die Mitglieder der drei Kirchgemeinden sollen regelmässig zum Projektstand, zu Arbeitsgruppen-Ergebnissen und über nächste Projektschritte informiert und zum Dialog eingeladen werden. Dafür sind verschiedene Kommunikationskanäle vorgesehen:

 

Newsletter: Die wichtigsten Informationen aus dem Projekt Goldachtal werden künftig regelmässig in Form eines Newsletters auf den Homepages der drei Kirchgemeinden veröffentlicht.

 

Briefboxen: Angesichts der regen Diskussions­beiträge beim Kick-off richtet die Steuergruppe eine elektronische «Briefbox» wie auch physische Briefkästen in den drei Kirchen ein. So können Mitglieder Fragen, Anregungen oder auch Kritik jederzeit elektronisch oder auf Papier, mit oder ohne Namen, an die Steuergruppe adressieren (elektronische Briefe ans Projektsekretariat: kirche-rehetobel@bluewin.ch).

Rubrik «Fragen & Antworten»: Um mit der Bevölkerung im Dialog zu bleiben, soll demnächst eine Rubrik «Fragen & Antworten» auf der Projekt-Site eingerichtet werden. In dieser Rubrik die Steuergruppe jeweils zeitnah auf Inputs aus der Bevölkerung eingehen können.

 

Kirchgemeindeversammlungen:  Die KGVs sollen künftig nicht nur über den Stand der Dinge im Projekt informieren, sondern auch Gelegenheit für Fragen und Austausch bieten.

 

Forumsveranstaltung vor Sommer

Gegen Ende des ersten Halbjahres 2026 ist eine Forumsveranstaltung zum Stand des Projekts geplant: Unter anderem werden dort die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen und die nächsten Schritte im Prozess bis zur Abstimmung im Herbst/Winter 2026 vorgestellt. Wann und wo das Forum stattfinden soll, wird ca. Ende April kommuniziert.

 

Die Steuergruppe hofft und zählt darauf, dass der inspirierende Elan aus dem Kick-off in den kommenden Projekt-Wochen auch in den Arbeitsgruppen weiterwirkt. Sie selbst wird unter Einbezug der Arbeits­gruppen-Ergebnisse in den nächsten Monaten alle nötigen Grundlagen erarbeiten, damit die Stimm­berech­tigen sich vor der Abstimmung im Herbst/Winter 2026 ein Bild machen können, wie eine fusionierte Gemeinde aussehen und funktionieren könnte.

 

Die Steuergruppenmitglieder freuen sich auf vielseitige Kontakte und einen nächsten direkten Austausch mit ihren Mitgliedern in den Frühlings-Kirchgemeindeversammlungen.

 

Für Fragen oder Feedbacks ist Monica Givotti im Projektbüro unter Telefon 071 870 08 24 oder kirche-rehetobel@bluewin.ch erreichbar. Auch die Projektbegleiterin Barbara Gölz steht für Fragen und Anliegen gern zur Verfügung unter info@goelzconsulting.ch oder 079 652 52 47.